Die Taufe

 

„Ich taufe dich im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes.“ So lautet die Taufformel, durch die Menschen seit 2000 Jahren das Sakrament der Taufe empfangen und so zum Kind Gottes, zum Christ werden. (Bild: Taufstein St. Pius)

Jesus selbst hat von Johannes dem Täufer die Taufe empfangen und später den Jüngern aufgetragen, die Menschen mit Wasser zu taufen um sie dadurch zu Kindern und Freunden Gottes zu machen und in die Gemeinschaft der Kirche aufzunehmen. Es geht Jesus darum, dass die Menschen durch die Nähe und Freundschaft mit ihm das Leben finden, sich und ihre Fähigkeiten, ihren Glauben entfalten und in der Welt bezeugen!

 

Die Taufe ist auch die Voraussetzung, um weitere Sakramente empfangen zu können. Sie zählt neben der Eucharistie und Firmung zu den Einführungssakramenten.

 

Taufe am Beginn des Lebens

Gläubige Mütter und Väter bringen ihr Kind in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt zur Taufe in die Pfarrkirche von St. Pius. Sie möchten, dass ihre Tochter/ ihr Sohn, so wie sie selbst, Christ - Kind Gottes wird. Christ werden ist aber kein einmaliges Geschen, nur bei der Taufe. Christ werden und Christ sein heißt, auf dem Weg zu sein mit Gott und den Mitchristen in der Kirche. Die Eltern und auch der Pate/die Paten erklären sich bereit, das Kind in den Glauben der Kirche einzuführen, den sie bei der Taufe noch stellvertretend bezeugt haben.

Als Pfarrei begleiten und unterstützen wir diesen Weg des Glaubens durch vielerlei Angebote (je nach Alter), z.B. Eltern-Kind Gruppen, Kindergottesdienste, Angebote für Eltern, Alleinerziehende, Familiengottesdienste, Familienkreise, etc.

(Bild Kindergottesdienst oder Kinder um den Altar)

 

Taufe bei Jugendlichen und Erwachsenen

Wer nicht als Kind getauft wurde, kann die Taufe natürlich auch als Jugendlicher oder im Erwachsenenalter empfangen. Denn für die Taufe ist es nie zu spät! Anders als bei der Taufe nach der Geburt, bitten die älteren Taufbewerber für sich selbst um die Taufe. Sie bereiten sich im so genannten Katechumenat (ein Weg zum Kennenlernen und Hineinwachsen in den Glauben) darauf vor. Dann tragen sie den Wunsch, getauft zu werden, dem Bischof schriftlich vor. Die Taufe selbst erfolgt häufig in der Osternachtfeier der Pfarrgemeinde des Wohnortes. Das Sakrament wird von erwachsenen Täuflingen zugleich mit Kommunion und Firmung empfangen.

Eine spezielle Internetseite informiert Sie über alles Wissenswerte auf dem Weg zum Christsein in der katholischen Kirche: www.katechumenat.de.

 

Wie lasse ich mein Kind in der Pfarrei St. Pius taufen?

Wir bitten Sie, ihr Kind für die Taufe im Pfarrbüro von St. Pius, Richard-Wagner-Straße 26, Tel.: 0841 81747, persönlich anzumelden. Hier nimmt die Sekretärin ihre Daten auf. Anschließend meldet sich Diakon Udo B. Jung bei Ihnen und führt ein Erstgespräch. Einige Zeit später folgt das Taufgespräch bei dem es um den Inhalt und den Ablauf der Tauffeier geht. Die Eltern haben dabei die Möglichkeit, die Tauffeierlichkeiten persönlich zu gestalten – beispielsweise durch die Auswahl des Lesungstextes, der Fürbitten, etc. Das Taufgespräch erfolgt bei Ihnen zu Hause.

 

Bitte melden Sie sich frühzeitig zur Taufe an, damit alle anstehenden Gespräche und Vorbereitungen ohne Hektik erfolgen können.

Bei der Anmeldung Ihres Kindes zur Taufe bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:

Geburtsurkunde des Kindes und das Stammbuch (falls vorhanden).

Spätestens zum Taufgespräch sollten Sie wissen, wer Pate des Taufkindes wird, da dessen persönliche Daten neben jenen der Eltern erfasst werden.

 

Taufpate

Der Taufpate begleitet den jungen Christen – insbesondere auf seinem Glaubensweg. Daher muss er römisch-katholisch getauft, gefirmt und mindestens 14 Jahre alt sein. Es können bis zu 2 Taufpaten benannt werden. Ein evangelischer Christ kann zusammen mit einem katholischen Paten als Taufzeuge zugelassen werden.

 

Tag der Taufe

Den Termin für die Taufe legen wir in Absprache mit Ihnen fest. Generell findet die Taufe bei uns entweder nach der Hl. Messe am Sonntagmittag (so gegen 11.45h) oder am Nachmittag (ab 13.30h) statt. Wir taufen auch gerne 2-3 Kinder gemeinsam, da dadurch der Aspekt der Gemeinschaft deutlich wird.

 

Informationen zum Ablauf des Taufgottesdienstes

Der Begrüßung an der Kirchentür folgt die Befragung der Eltern, welchen Namen sie dem Taufkind geben wollen, was sie von der Kirche für das Kind erbitten und ob sie sich der Aufgabe zur religiösen Erziehung bewusst sind.

Auch der Pate wird gefragt, ob er zur religiösen Erziehung seines Patenkindes bereit ist. Der Priester, die Eltern und die Paten zeichnen dem Täufling ein Kreuzzeichen auf die Stirn. Nun ziehen alle in den vorderen Bereich der Kirche, in die Nähe des Taufbeckens. Gebet, Lesung und Predigt schließen sich an.

Der Taufspender ruft die Heiligen als Fürsprecher und Wegbegleiter an. Fürbitten werden vorgetragen. Dann folgt die Weihe des Taufwassers. Anschließend sagen die Eltern und Paten dem Bösen ab und bekennen sich, stellvertretend für den Täufling, zum Glauben.

Der Tauspender tauft das Kind nun durch das dreimalige Übergießen des Kopfes durch das geweihte Wasser und sagt dabei: Ich taufe dich „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

(Foto der Osterkerze oder einer Taufe)

Im folgenden werden 4 Zeichenhandlungen vollzogen, die uns erklären möchten, was es heißt, getauft zu sein: Salbung mit dem Hl. Chrisam, Überreichung des Taufkleides, anzünden der Taufkerze an der Osterkerze, berühren der Ohren und des Mundes beim sog. Effata-Ritus („Effata“: Öffne dich).

Nach dem gemeinsamen beten des Vater Unsers segnet der Taufspender die Anwesenden und übergibt ein Geschenk der Pfarrei.

 

Modelle für Fürbitten

Bei vielen Taufen ist es üblich, dass z.B. Paten und Patinnen oder größere Geschwister und Angehörige/Freunde die Fürbitten vortragen. Wir haben hier einige Modelle für Fürbitten gesammelt, die Sie auf ihre Situation anpassen können.

 

 

Fürbitten für „David“

(die Fürbitten werden vom Pfarrer oder Diakon eingeleitet und am Ende abgeschlossen)

 

  1. Wir bitten dich, liebender Gott, für David, dass er deine Liebe stets spürt, durch Menschen die da sind, die zuhören können und seinen Glauben stärken. Damit er offen ist für deine frohe Botschaft und darin Hilfe für sein Leben findet, dass er deinen Segen spürt und ein Segen für andere Menschen sein kann.

Ruf: Guter Gott:

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

  1. Wir bitten dich, sanfter Gott, für David, dass er viel Liebe und Geborgenheit durch die Menschen erfährt, die ihn annehmen wie er ist, denen er vertrauen kann und die für ihn immer da sind und ihm helfen, dass in ihm Vertrauen wachsen kann und dass er lieben lernt von ganzem Herzen.

 

  1. Wir bitten dich, lieber Gott, für die Familie und die Paten um deinen Beistand, damit sie David mit Güte, Weisheit und Geduld begleiten und dass sie für ihn beten und ihm Christsein vorleben.

 

  1. Wir bitten dich, lieber Gott, für uns alle, dass wir uns der Verantwortung bewusst sind, die wir für diese Welt haben und dass wir den Kindern eine Welt übergeben, in der sie gut und gerne leben mögen.

 

 

Fürbitten zur Taufe von Ina

 

Pfarrer (Diakon):

Gott, du Quelle allen Lebens, du hast uns geschaffen und in die Gemeinschaft der Kinder Gottes gerufen. Dich bitten wir:

 

 

  1. Wir bitten für Ina, dass sie gesund und froh heranwächst und ihr Herz für Gott und die Mitmenschen öffnet.

 

  1. Wir bitten für ihre Mutter, ihre Schwester … , die Paten und alle Freunde der Familie, dass sie für Ina gute Wegbegleiter sind im Leben und im Glauben an dich.

 

  1. Wir beten für die Welt, in die unsere Kinder hineinwachsen: dass die Bemühungen um Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung unter den Völkern Frucht tragen.

 

  1. Für unsere Gesellschaft, dass sich Kinder und Jugendliche in ihr wohl fühlen können und sie den notwendigen Raum finden um ihr Leben zu entfalten.

 

  1. Wir beten für die Menschen, die heute nicht bei uns sein können um die Taufe mit uns zu feiern. Besonders beten wir für den verstorbenen Papa von Ina.

 

 

Pfarrer (Diakon):

Gott, du bist für uns wie ein treuer Vater und eine liebende Mutter. Dir danken und vertrauen wir allezeit durch Christus unseren Bruder und Herrn. Amen.

 

 

 

Fürbittgebet für Clara und Timo

 

  • Herr, wir danken dir für Clara und Timo. Du hast ihnen Hände gegeben: Wir wollen sie mit guten Dingen füllen, Dingen zum Spielen, zum Begreifen, zum Bearbeiten.

 

  • Herr, du hast ihnen Füße gegeben: Wir wollen mit ihnen gute Wege gehen,
    Wege der Versöhnung, Wege der Erkenntnis, Wege zu Gott, Wege zu Freunden.
  • Herr, du hast ihnen Augen gegeben: Wir wollen alles tun, damit sie Gutes zu sehen bekommen, Anlass zum Lachen haben, zur Freude, zum Nachdenken.
  • Herr, du hast ihnen den Verstand gegeben: Wir wollen uns anstrengen, ihn mit zu entfalten, Schönheit zu entdecken, Neues zu entwerfen, Gerechtigkeit zu erkennen.

 

Fürbitten für Noah

 

  • Himmlischer Vater, wir danken Dir, dass Du Noah das Leben geschenkt und ihn in unsere Familie gegeben hast. Dass er gesund und fröhlich ist und wir alle viel Freude und Gemeinschaft erleben.

 

  • Wir bitten Dich, dass Du ihn behüten und bewahren möchtest in allen großen und kleinen Ereignissen des Lebens.
  • Wir bitten Dich, dass Noah viel Liebe empfangen darf und dass sein Lebensweg mit Dir an der Seite gelingt.
  • Wir bitten Dich für ihn um Mut und Kraft, Weisheit und Geduld.

Wir bitten Dich, lieber Gott, dass Noah in einer Welt leben wird, in der Verantwortung füreinander, aber auch Verständnis, Barmherzigkeit und Solidarität wieder mehr Raum haben.